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Wir können doch keine drei Hunde haben, uns gleich um drei (!!!)
kümmern, das Futtergeld verdienen .... oder doch? Bhanu hat gezeigt, wie es geht. Und gerade am dramatischen Anfang unserer gemeinsamen Geschichte haben wir sogar noch viel Hilfe von
anderen Menschen bekommen, viel Freundschaft erfahren.
Einige Monate vorher:
Ruhe im Laden, in der Praxis, ich selbst behandel gerade in einer
Reiki-Sitzung, und höre Markus leise und ein bisschen wuselig “nun komm her” flüstern. Wie ich später erfuhr, war gerade Bhanu in den
Laden spaziert, drehte seine Runden, wollte mit Markus spielen, der bereitwillig hinter ihm her lief, nicht zuletzt, um den kleinen, nassen Hund nicht in den Behandlungsraum stürmen zu lassen. Dann
wieder Ruhe.
Wenig später sitzen wir beim Tee, mit zwei Freundinnen, und der Hund ist wieder da. Freut sich. Will spielen. Nicht
wieder ein Hund, denke ich, die eigentlich immer mit (ruhigen) Katzen gelebt hat. Und wie “vorgewarnt”€ denke ich an
Shiva, die vor über zwei Jahren auch eben mal so im Laden stand (und Gott sei Dank blieb). Nun also der kleine Rüde.
Ohne Halsband. Ohne menschlichen Anhang, was auf Mallorca keine Seltenheit ist. Und eigentlich zu jung, um allein auf der Straße herumzulaufen. Nein, drei Hunde können wir natürlich nicht haben. Was für ein Quatsch.
Wenig später hören wir auf der Straße ein fürchterliches
Jaulen, rennen heraus. Und finden den kleinen Hund, wie er angefahren, blutend, verletzt mitten auf der Straße sitzt. Das Auto, das ihn angefahren hat, sehen wir gerade noch
weiterfahren. Andere Menschen schauen aus den Fenstern, keiner kommt und hilft. Also sind wir dran.
Der Tierarzt, zu dem wir den Hund zunächst bringen,
kümmert sich zwar um die Erstversorgung, doch nicht mehr. Kein Besitzer, kein Geld, keine (in diesem Fall extrem) kostspielige Behandlung. Die Hundehüften mehrmals
gebrochen, das Bein ebenfalls. Der Kleine sitzt im Käfig.
Und immer noch denken wir darüber nach, was alles nicht geht. Heute unvorstellbar.
D o c h z u m Gl ü c k d e n k e n w
ir nicht zu lange. Fühlen! Handeln. Und dann geht alles ganz schnell. Mit der wunderbaren Hilfe der (anderen) Tierärzte
Schier und Lawrence (Herzlichen Dank!), Notoperationen am Wochenende, finanziellen Spenden von Freunden und
Klienten , und ganz viel Lebenswillen und neuer Lebensfreude (!!!) auf Seiten Bhanus, unendlichen Stunden mit Reiki
(Markus hat nächtelang behandelt und Wasser mit der Pipette verabreicht), viel Geduld und Mut ist Bhanu nun wieder
auf seinen vier Beinen und wir auf unserem Weg. Das hätte alles leichter sein können. Und dann auch wieder nicht.
Wenn wir Bhanu heute mit unseren beiden anderen Hunden Tao und Shiva am Strand rennen und spielen sehen, uns
über seine Liebe freuen, uns über die Drei amüsieren und freuen, denken wir, meine Güte, dass hätte auch alles
“sofort” so sein können. Aber wahrscheinlich gerade nicht. Zum Glück haben wir die Kurve bekommen, wie man so schön sagt. Und wieder einmal gelernt.
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